Hier ist unser Gegenentwurf zur Planung der Stadt. Oben bleiben mit den vorhandenen 60-Meter-Zügen und Taktverdichtungen!

Das Bündnis Verkehrswende Köln stellt der „ÖPNV-Roadmap“ der Stadt Köln eine eigene „ÖPNV-Roadmap-Plus“ gegenüber!

Alles über Verzicht auf Tunnel und Langzüge, den schnellen Ausbau von Neumarkt und Heumarkt, Taktverdichtungen auf allen Linien, Rheinbrücken für den Umweltverbund und die Perspektiven für den massiven Ausbau des ÖPNV (öffentlicher Personennahverkehr), der sich durch konsequente Anwendung einer autoarmen Verkehrswende ermöglicht gibt es jetzt unter den folgenden Links:

ÖPNV-Roadmap-Plus auf unserer Webseite

ÖPNV-Roadmap-Plus als Broschüre (PDF)

 

Kölle bleibt oben! Kundgebung am 08.10.26
Liebe Unterstützer*innen unserer Petition „Oben bleiben mit der Straßenbahn! Verkehrswende statt
Tunnel!“,
es geht weiter mit unseren Aktionen für eine Verkehrswende in Köln!
Wir laden ein zur Kundgebung am 08. Oktober 2026 von 17:30 Uhr – 18:30 Uhr auf dem Theo-
Burauen-Platz in Köln, vor dem Rathaus Span. Bau
Die Ratssitzung beginnt an diesem Tag bereits um 15:30 Uhr.
Viele von euch haben in der Vergangenheit den Wunsch geäußert, die Proteste und Kundgebungen zu einer
späteren Uhrzeit – also nicht direkt vor der Ratssitzung – zu machen, sodass es für Berufstätige leichter ist,
teilzunehmen. Vom Theo-Burauen-Platz aus sind wir im Rathaus ganz gut zu hören. Und es ist auch für die
Ratsmitglieder möglich, die Sitzung kurz zu unterbrechen und zu uns zu kommen. Also versuchen wir es mal
mit der späteren Uhrzeit 😊
Stand der Dinge: Die Planungen für die Ertüchtigung der Ost-West-Achse gehen leider weiter. Denn es gibt
bisher keinen Ratsbeschluss, der diese stoppen könnte und müsste. Hingegen mehren sich die Stimmen von
Ratsmitgliedern dahingehend, dass der Tunnel nicht käme…auch nicht die 90-m-Bahnen.
Gleichwohl sind im städtischen Haushaltsentwurf, der im November verabschiedet werden soll, für die Jahre
2027 und 2028 knapp 13 Mio. € Planungsgelder für die Ost-West-Achse veranschlagt. Weitere 43,1 Mio.€
sind in der Mittelfristigen Finanzplanung 2029-2031 vorgesehen, in Summe sollen es bis 2031 also 56,1
Mio. € werden. Dabei wurden bisher schon 25,8 Millionen dafür verpulvert.
Gleichzeitig ist Köln nicht nur pleite sondern rechnet bereits im Jahr 2027 mit einem Defizit von über
800 Mio. €. Der Bericht der Stadtdirektorin und Kämmerin Dörthe Diemert anlässlich der Einbringung des
Haushalts in den Rat am 02.09. war dramatisch. Bis 2029 wird das Finanzloch an die Milliardengrenze
kratzen, so Diemert.
Neben strukturellen Problemen – es kommt zu wenig Geld vom Land – gibt es jedoch auch hausgemachte
Probleme. Nämlich finanziell und zeitlich ausufernde Großprojekte. Dazu gehören auch Projekte wie die
Nord-Süd-Stadtbahn, welche den städtischen Haushalt 1,2 Milliarden € kosten wird. Trotzdem will man die
Finger nicht vom nächsten Großprojekt Ost-West-Achse lassen. Ein „Weiter so“ wäre katastrophal für die
Finanzen sowie das Klima in Köln. Der Rat muss sofort die Planungen zur Ost-West-Achse stoppen, ob
Tunnel oder 90-m-Langzüge. Beides geht in die falsche Richtung.
Auch für die Rückkehr zum Normalfahrplan sieht es nicht gut aus. Personal ist nun ausreichend vorhanden,
jetzt fehlen intakte Bahnen. Ohne Normalfahrplan gibt es jedoch auch keine Förderung, da es ja nur
Zuschüsse für eine Kapazitätserhöhung gibt.
Deshalb ist es dringender als je zuvor, die Ost-West-Achse unter Beibehaltung der 60-m-Bahnen, mit
Taktverdichtung und versetzten Doppelhaltestellen an Neumarkt und Heumarkt jetzt schnell, kostengünstig,
klimafreundlich und barrierefreier umzusetzen. Dabei entstehen mehr Kapazitäten als bei allen bisher
geplanten städtischen Varianten. Fordern wir diese weiter ein!
Schreibt weiterhin die Ratsmitglieder entsprechend an (E-Mail-Adressen findet ihr auf unserer Webseite
Microsoft Word – Liste Mailadressen aller Ratsm i t glieder Mai 2026 2 ), gerne auch
Leser:innenbriefe an den KSTA.
Und kommt am 08.10.26 zu unserer Kundgebung mit offenem Mikrofon.
Euer Bündnis Verkehrswende Köln
P.S. Am 03.10.2026, Treffpunkt 11.00 Uhr in Deutz zwischen Hohenzollern- und Deutzer Brücke soll eine
Menschenkette für den Klimaschutz gebildet werden. „Es brennt! Gemeinsam aufstehen“ heißt es in vielen
Städten Deutschlands. Wir sind dabei und laden euch auch zu dieser klimapolitische außerordentlich
wichtigen Aktion ein.

Text als PDF

11 Argumente gegen den Tunnel-Antrag

von CDU, SPD, FDP

Was wird von den Tunnelparteien vorgeschlagen?

Nachdem die Verwaltung und externe Büros in sechs Jahren Planungen und Berechnungen für zwei Varianten zur Ertüchtigung der Ost-West-Achse erarbeitet haben (Anmerkung *1), schlagen die Tunnelparteien einen völlig neuen Antrag vor. Kern des Antrags ist:

  • Ein ganz langer Tunnel auf der Ost-West-Achse, vom Bahnhof Deutz (Haltestelle Deutzer Freiheit entfällt) unter dem Rhein her bis Melaten.

  • Ein Tunnel-Abzweig unter dem Aachener Weiher und weiter unter der Dürener Straße her bis hinter den Militärring.

  • Zusätzlich bleibt eine oberirdische Straßenbahnführung bestehen; die Linie 7 fährt oberirdisch von Porz über Deutzer Brücke bis Neumarkt und biegt dort oberirdisch ins Mauritiusviertel zur Universität/Sülz ab, übernimmt also ab Neumarkt den Linienweg der Linie 9.

Alle anderen im Antrag genannten Vorschläge für neue Strecken, besonders ins Umland, sind ferne Zukunft. Sie sind größtenteils bereits geplant, stehen jedoch auf der Streichliste des KVB-Vorstands. Außerdem werden veränderte Linienführungen und Umbenennungen vorgenommen (Anmerkung *2).

Stadtplan mit dem Verlauf des geplanten Tunnels von Deutz unter dem Rhein hindurch bis zur Dürener Straße

1. Extrem hohe Kosten

Die Tunnelvariante der Verwaltung von 2024, führt den Tunnel von Heumarkt bis Moltkestraße und mit Abzweig am Neumarkt unter dem Mauritiusviertel her. Das sind 2,7 km Länge und 3 unterirdische Stationen. Die Kostenschätzung, in der noch Vieles nicht enthalten ist, liegt bei 1,4 Mrd. Euro brutto.

Im neuen Antrag der Tunnelparteien entfällt zwar das Tunnelstück unter dem Mauritiusviertel, dies ist aber nur rund 500m lang. Hinzu kommt dagegen die Untertunnelung des Rheins mit 1200m, das längere Stück über die Innere Kanalstraße hinaus bis Melaten mit 600m und der Abzweig unter der Dürener Straße mit 3400m.

Das wären insgesamt 7,4 km Tunnelkilometer und 7 unterirdische Stationen.

Das bedeutet ganz klar: Die Kosten würden sich dramatisch auf bis 4-5 Mrd. Euro brutto erhöhen.

Die oft bemühten „bis zu 90%“ Fördermittel beziehen sich auf die veranschlagten Kosten zum Zeitpunkt des Zuwendungsbescheids. Spätere Kostensteigerungen, die absolut sicher sind, bleiben überwiegend bei der Stadt hängen. In einem Rechtsgutachten der Beschlussvorlage heißt es „Anträgen auf nachträgliche Erhöhung der Zuwendung ist grundsätzlich nicht zu entsprechen. Ausnahmen sind nur aus besonderen Gründen bei Anlegung des strengsten Maßstabes zulässig“ (Anlage 8).

OBEN BLEIBEN mit der Straßenbahn!

Verkehrswende statt Tunnel!

Aktuelle Online-Petition

Wir fordern den sofortigen STOPP der Planungen des Ost-West-Tunnels quer durch die Kölner Innenstadt.

Die Stadt plant einen Stadtbahn-Tunnel auf der Ost-West-Achse, zwischen Heumarkt und Aachener Weiher sowie unter dem Mauritiusviertel her (Linien 1, 7 und 9). Was würde ein Tunnelbau bedeuten?

  • mindestens 1 Milliarde Euro Kosten, wahrscheinlich weitaus mehr durch Preisanstiege und archäologische Funde, ohne dass Mehrkapazitäten gegenüber einer oberirdischen Lösung geschaffen würden;
  • an allen Haltestellen entstehen längere Wege, an Neumarkt und Rudolfplatz geht es abwärts bis in die vierte Tiefebene; die Haltestelle Mauritiuskirche entfiele ersatzlos;
  • dauerhafte Zerschneidung von Heumarkt und Mauritiusviertel durch die neuen Tunnelrampen;
  • eine jahrzehntelange Großbaustelle und Verkehrschaos in der Innenstadt; jahrelange Sperrung des Innenstadttunnels der Linien 3, 4 und 18 am Neumarkt;
  • rund 100.000 Tonnen CO2-Ausstoß pro Tunnel-Kilometer.

Der Tunnelbau wäre ein städtebauliches und klimapolitisches Desaster! Eine oberirdische Ertüchtigung der Ost-West-Achse ist um ein Vielfaches schneller, preiswerter, umweltfreundlicher und barrierefreier umsetzbar. Gute Vorschläge aus der Zivilgesellschaft liegen vor.

Wir fordern, die Verkehrswende endlich konsequent anzugehen: durch den massiven netzförmigen Schienenausbau der KVB, durch Taktverdichtung, insbesondere auch auf der Ost-West-Achse, die Anbindung der Außenbezirke, mehr Personal zu guten Arbeitsbedingungen, den Ausbau von Rad- und Fußwegen und eine bessere Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Das ist nur möglich, wenn die Stadtverwaltung und der Rat jetzt klare Prioritäten setzen und auf ein neues Tunnel-Großprojekt verzichten.

Wir fordern daher den Rat der Stadt Köln, die KVB sowie die Stadtverwaltung auf, eine nachhaltige und rasch realisierbare oberirdische Lösung für die Ost-West-Achse zu beschließen und umzusetzen, damit die Verkehrswende endlich beginnen kann.

 

Erstunterzeichner*innen:

Andreas Hupke, Bezirksbürgermeister Innenstadt
Dr. Lale Akgün
Roland Schüler
Michael Weisenstein MdR
Nicolin Gabrysch, ehem. Ratsmitglied Klimafreunde, Bundesvorsitzende Klimaliste
Karina Syndicus, MdR
Christoph Sieber, Kabarettist
Jürgen Becker, Kabarettist
Hans Lawitzke, Sekretär des Europäischen Betriebsrats bei Ford
Dr. Wolfgang Uellenberg van Dawen
Hans Moertter, Pfarrer i.R.
Prof. Dr. Christoph Butterwegge
Dr. Fritz Bilz, Historiker und Publizist
Dr. Werner Rügemer, Publizist
Prof. Dr. Gerd Bosbach
Birgit Lloy-Jones
Prof. Dr. Heiner Monheim, Verkehrsexperte, Geograph und Stadtplaner
Christian Döring, Kinderarzt
Dr. Ing. Jörg Forßmann, Planer SRL
Folkert Kiepe, Rechtsanwalt, Beigeordneter des Deutschen Städtetages a.D.
Dr. Utz Ingo Küpper
Prof. Peter Busmann, Architekt
Rainer Evertz, Verkehrsplaner
Erwin Rothgang
Frank Deja
Frauke Bosbach
Dr. Carolin Butterwegge
Kalle Gerik
Karl Heinz Heinemann
Fiete Saß
Ulla Saß, Schulleiterin a.D.
Angela Bankert
Rolf Beierling-Hémonet
Barbara Kleine
Albert Meinhardt
Maria Schu

Unterstützende Organisationen:

AK Barrierefreies Köln
Attac Köln
Extinction Rebellion
Fridays for Future Köln
FUSS e.V.
GEW Köln
Grannies for Future Köln
Grüne Jugend
Kidical Mass
Linksjugend
Parents for Future Köln
Recht auf Stadt
Robin Wood
Südstadt-Leben e.V.

Maikundgebung und Demo

Maikundgebung und Demo

Am 1. Mai waren wir dabei! Natürlich war eure Verkehrswende dabei – am 1. Mai: für gute Bedingungen…

Kundgebung vor dem Rathaus am 12.12.2024, Videos und Presseschau von Kölle for Future

Kundgebung vor dem Rathaus am 12.12.2024, Videos und Presseschau von Kölle for Future

Wir bedanken uns bei Kölle for Future für die Dokumentation unserer Kundgebung auf dem Theo-Burauen-Platz! Das Bündnis Verkehrswende…

Kundgebung vor dem Rathaus am 14.11.2024

Kundgebung vor dem Rathaus am 14.11.2024

Video von unserer Demo auf dem Theo-Burauen-Platz Das Bündnis Verkehrswende Köln veranstaltete vor der Ratssitzung eine Kundgebung. Schwerpunkt…

Veranstaltung „Köln bleibt oben“ im Maritim

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Pressemitteilung zu „Köln bleibt oben“ am 2. September 2024 Die Pressemitteilung vom 04.09.2024 als PDF Pressemitteilung 04.09.2024 Bürger:innenversammlung…

Pressemitteilung zur Kundgebung auf dem Mauritiuskirchplatz am 14. Mai 2024

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Presseeinladung für Dienstag, 14.05.2024, 15:00 Uhr – 18:00 Uhr zu unserer Kundgebung an der Mauritiuskirche zur Ertüchtigung der…

Februar-Plenum ist vorverlegt 05.02. – Mahnwache geplant 06.02.

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Das Februar-Plenum des Bündnis Verkehrswende Köln ist auf den 5. Februar vorverlegt – Mahnwache am 6. Februar geplant.…

Presseeinladung des „Bündnis Verkehrswende Köln“

Anschreiben an Ratsmitglieder mit der Bitte, die Planungen einzustellen

Erneutes Anschreiben an den Rat zu den Sparplänen des Stadtwerke-Konzerns

Anschreiben an den Rat

Verkehrsausschuss NRW zur Förderung der Ost-West-Achse

NRW-Verkehrsminister Krischer erneut angeschrieben

Utz Ingo Küpper am 17.09.2025 gestorben

Pressemeldung zu den Ergebnissen der Kommunalwahl

Banner-Darstellungen der Baulöcher der geplanten U-Bahn

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