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Et weed Zick, mer sin su wigg - Kölner Verkehrswende jetzt!

Das Auto mal stehen lassen und mit KVB und S-Bahn zur Arbeit oder zum Shoppen? Mit dem Fahrrad schnell und sicher durch die Stadt? Zu Fuß durch Straßen spazieren, in denen wieder Platz ist für spielende Kinder und Blumen und Bäume, weil dort Autos nicht mehr den ganzen Platz einnehmen?

Wir sind bereit für eine Stadt, die für die Menschen da ist, für eine lebenswerte und klimagerechte Stadt:

• Wir wollen eine KVB, die pünktlich, zuverlässig, barrierefrei und preiswert ist, und die auch die Außenbezirke an das Kölner Schienennetz anschließt.
• Wir wollen sichere Radwege und Fahrradstraßen, die sich vernetzt durch die ganze Stadt ziehen.
• Wir wollen autofreie Bereiche in der Innenstadt und in den Veedeln.
• Wir wollen bis 2030 eine klimagerechte Mobilität in der Stadt.
• Und wir wollen wissen, was davon wollen Sie bis 2025 konkret erreichen?

Oberbürgermeister*In, Rat und Verwaltung: Läjt endlich los, et weed Zig! Fangen Sie jetzt an und investieren Sie in die Zukunft Kölns! Aber lassen Sie die Finger von neuen U-Bahn-Tunneln! Köln braucht keine neue Mega-Baustelle, die alle Mittel verschlingt, sondern eine menschenfreundliche, umweltschonende und sozial gerechte Verkehrspolitik, die sich überall in der Stadt schon in wenigen Jahren positiv bemerkbar macht.

Aktuell: Offener Brief des Bündnis Verkehrswende an die Fraktionen von SPD, Grünen und LINKEN im Kölner Rat

Jetzt Planung für Ost-West-Tunnel stoppen!

Wir haben nachgelesen, was diese drei Parteien soeben in ihren Programmen zur Kommunalwahl beschlossen haben. Und siehe da: Alle drei wollen den Ost-West-Tunnel nicht, den die Stadt gerade für viele Millionen planen lässt. Warum also warten bis zur Kommunalwahl? Warum nicht jetzt diese Verschwendung von Geld und guten Energien stoppen? 

Verkehrschaos in Köln spitzt sich zu

Köln ist die Stadt mit den meisten Verkehrsstaus in Deutschland. Feinstaub ist in der Innenstadt ein massives Problem. Parkende Autos verstopfen die Innenstadt und die Stadtteilzentren. Die Rheinbrücken sind marode. Auf den Straßen kämpfen Autos, Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen um den ungeregelten Verkehrsraum. Der Stärkere gewinnt und die Unfallzahlen steigen. Die KVB hat ihre Verkehrsleistung in 10 Jahren nicht gesteigert. Viele Bahnen sind morgens überfüllt. 150.000 Kölner*innen in den Außenbezirken haben keinen Anschluss an die Schiene. 300.000 Pendler aus dem Umland kommen täglich in die Stadt. So bleibt das Auto für viele die einzige praktische Alternative. Das alles geht nicht nur auf Kosten der Lebensqualität in der Stadt, es ist auch längst klimapolitisch nicht mehr zu verantworten.

Was ist die Lösung?

Die Lösung hat einen Namen: Verkehrswende. In der Praxis besteht sie aus vielen, auf einander abgestimmten Einzelmaßnahmen. Einen guten Überblick findest du in dem Aufruf Kölner Verkehrswende jetzt!. Das ist keine Utopie. Großstädte wie Wien, Kopenhagen und Amsterdam und viele andere zeigen längst, wie es geht. Aber warum sollen Rat und Verwaltung von anderen lernen, wenn sie gemütlich im eigenen Saft schmoren können?

Verkehrswende: Schluss mit Schwaaden, endlich beginnen!

Auch Rat und Verwaltung reden viel von der Verkehrswende. Doch in Wirklichkeit hat die Stadt keinen Plan und kein Ziel.

  • Jeder weiß, dass der Autoverkehr reduziert werden muss. Aber wann? Und wo? Und wie?
  • Jeder weiß, dass der Öffentliche Personennahverkehr ausgebaut werden muss. Wann also kommt die Straßenbahn nach Widdersdorf, Neubrück, Worringen, Esch-Pesch-Auweiler, Rondorf, Meschenich?
  • Jeder weiß auch, dass sicherer und schneller Fahrradverkehr ein Netz von Fahrradstraßen erfordert. Wie in Utrecht, Amsterdam, Kopenhagen und immer öfter auch in deutschen Städten wie Münster, Hannover und Konstanz. Und wann in Köln?

Die Stadt hat keine Antworten und wartet auf die Heinzelmännchen.
Aber es kommt noch schlimmer:

Endlich mal wieder einen Tunnel bauen?

Statt sich um die Verkehrswende zu kümmern, hat die Stadtverwaltung einen irren Plan gefasst. Irre? Lies und sag selbst: Für 806 Millionen soll die vorhandene Straßenbahn zwischen Heumarkt und Eisenbahnring unter die Erde gelegt werden. Gleichzeitig werden die Züge verlängert, so dass mehr Leute mitfahren können. Allerdings kann man den Kapazitätsausbau mit längeren Zügen auch oberirdisch durchführen. Dann kostet es nur 112 Millionen, sagt die Stadt. Und wie viel mehr Leute werden durch den Tunnel transportiert? Antwort: Gar keine. Die Kapazität ist praktisch die gleiche. Das ist auch anscheinend gar nicht das Ziel. Der Vorteil des Tunnels ist, dass dann nach der Fertigstellung in 20 Jahren der Autoverkehr auf der Cäcilienstraße und dem Neumarkt nicht mehr von der Straßenbahn gestört wird. Dafür fast 700 Millionen Mehrkosten – schon irre, oder?
Und das ist noch gar nicht alles:

    • Der Tunnel würde die Innenstadt für 20 Jahre in eine Großbaustelle verwandeln.
    • Und Verwaltung und KVB hätten die nächsten 20 Jahre keine Gelder und Leute für die eigentlichen Aufgaben der Verkehrswende (ist das das eigentliche Ziel?)

Noch mehr Argumente gegen den Tunnel findest du hier.

Verkehrswende oder Tunnel?

Das ist jetzt die Frage in Köln. Die Antwort wird der nächste Stadtrat geben, der am 13.09.2020 gewählt wird. Deshalb hat das Bündnis Verkehrswende zusammen mit vielen anderen verkehrspolitisch Engagierten den Aufruf Kölner Verkehrswende jetzt! erarbeitet. Auf Grundlage dieses Textes wollen wir in den kommenden Monaten in Köln informieren, aufklären, mobilisieren und die wahlkämpfenden Parteien mit der Forderung nach Verkehrswende statt Tunnel konfrontieren.

Komm und mach mit!

Es geht um Kölle und auch um das Klima!

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Was kannst du tun für die Verkehrswende und gegen den neuen U-Bahn-Tunnel?

  • Lies dir den Aufruf durch und schick einen Link an deine Freunde und Bekannten.
  • Unterschreibe die Online Petition und schicke sie deinen Freunden und Bekannten! Auf der Petitionsseite kannst du per Knopfdruck auf Facebook, Twitter oder per Email teilen!
  • Wenn du in einem Stadtteil lebst, der schon heute von KVB und S-Bahn schlecht versorgt wird, sprich mit den Nachbarn darüber, was ihr von Stadt und KVB für eure Verkehrsanbindung erwartet. Schreibt Einen Brief an Frau Reker!
  • Komm zum Treffen des Bündnisses (Termin siehe oben) und nimm an öffentlichen Aktionen teil.