Veranstaltungsbericht 29.10.19: Volles Haus bei der VHS

Volles Haus im Forum der Volkshochschule am 29.10.2019:

Verkehrswende jetzt – oben bleiben!

150 Menschen waren gekommen, um mit dem Bündnis Verkehrswende, der Volkshochschule und den eingeladenen ExpertInnen über Alternativen für eine zeitgemäße Verkehrspolitik in Köln zu diskutieren.

Mit drei Vorträgen wurde die Veranstaltung eingeleitet:

Ratsmitglied Michael Weisenstein (Die Linke) präsentierte die Argumente, die im Kölner Rat für und gegen einen oberirdischen Ausbau vorgebracht wurden und stellte die derzeitige politische Beschlusslage und die weiteren Prozesse dar.

Für die „D-Gruppe“, ein Zusammenschluss von Fachleuten, die schon einmal im Kölner Amt für Stadtentwicklung tätig waren, präsentierten Dr. Utz Ingo Küppers und Gertrude Helm ihr Konzept, die Ost-West-Achse zu einer Promenade umzugestalten. Die Stadtbahnlinien würden oberirdisch ausgebaut und umgestaltet, der Autoverkehr deutlich reduziert. So würde eine fußgänger- und fahrradfreundliche Gestaltung der Promenade erreicht.

„Mehr Demokratie e.V.“ beschäftigte sich mit Bürgerbeteiligungsverfahren, wie sie auch im Zusammenhang mit dem Ausbau der Ost-West-Achse durchgeführt wurden. Es wurden Standards hinsichtlich der Offenheit des Prozesses formuliert, die eine gelungene Bürgerbeteiligung erfüllen muss.

In Diskussionsgruppen wurde nach den Vorträgen die Debatte vertieft. Das Bündnis Verkehrswende präsentierte konkrete Vorschläge zur Entlastung der Ost-West-Achse: Fünf Umweltbrücken über den Rhein, ein Wasserbus und eine Seilbahn über den Rhein. Thomas Schmeckpeper (Ratsgruppe GUT) stellte seine Idee einer Seilbahn entlang des Rheins als mögliche Ergänzung des ÖPNV vor.

In der lebhaften und informierten Debatte zeigte sich ein breiter Konsens dafür, die Ost-West-Achse oberirdisch auszubauen. Ein Tunnelbau wurde abgelehnt. In vielen Beiträgen wurde gefordert, auch mit Blick auf den Klimawandel, den ÖPNV-Ausbau auch in den Kölner Außenbezirken und im Kölner Umland stärker zu verfolgen.

Das Bündnis Verkehrswende wird die Dynamik dieser Diskussion aufgreifen, in Kürze mit weiteren Alternativvorschlägen in die Debatte eingreifen und ein breites Bündnis suchen, um die Forderung „Oben bleiben!“ in die Stadtgesellschaft und den Kommunalwahlkampf zu tragen.

Wir danken der Volkshochschule für die gute, professionelle Zusammenarbeit!

Den teilnehmenden Expertinnen und Experten danken wir für ihre engagierten und kompetenten Beiträge!

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